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Lagerumschlagshäufigkeit als wichtige Lagerkennziffer

« Nachhaltiges Bestandsmanagement mit dem richtigen Regalsystem »

Ein Warenlager lässt sich so wie jeder andere Prozess in einem Unternehmen analysieren. Verschiedene Kennzahlen geben Aufschluss über dessen Effizienz. Die Lagerumschlagshäufigkeit ist dabei für die meisten Unternehmen eine der wichtigsten Kennzahlen. Für eine effektive Kapazitätsplanung gilt es zu wissen, wie sich die Umschlagshäufigkeit berechnen lässt und wann ein hoher oder niedriger Wert sinnvoll ist.

 

Grundlegende Definition

Die Lagerumschlagshäufigkeit gibt an, wie oft der gesamte Lagerbestand innerhalb eines bestimmten Zeitraums umgesetzt beziehungsweise erneuert wird. Sie kann zum Beispiel auf Jahre, Monate oder Wochen errechnet werden und dient zur Bewertung der Effizienz eines Lagers. In Verbindung mit anderen Lagerkennziffern kann sie genutzt werden, um etwa die Bestellmenge zu optimieren. Der Lagerumschlag lässt sich anhand verschiedener Ausgangsgrößen berechnen. Die zwei Varianten, welche meist zum Einsatz kommen, sind die Berechnung anhand der reinen Anzahl der Güter und anhand der Warenwerte.

Die Berechnung nach der Anzahl ist unkompliziert und bei den meisten Waren ausreichend genau. Bei stark schwankenden Einkaufspreisen jedoch kann die Berechnung nach den Warenwerten sinnvoller sein. Je höher die Kennzahl ist, umso stärker ist das Lager im Durchschnitt frequentiert. Generell werden in den meisten Branchen hohe Umschlagshäufigkeiten angestrebt, weil dies von einem hohen Durchlauf zeugt. Im Regal lagernde Waren stellen gebundenes Kapital dar, welches nicht für andere Zwecke zur Verfügung steht und sogar mit der Zeit an Wert verliert.

Weitspannregal Stecksystem

Ziel ist daher meist, die Waren schnell aus dem Lager an den Käufer zu bringen. In der Lebensmittelbranche beispielsweise muss die Lagerumschlagshäufigkeit sehr hoch sein, weil andernfalls leicht verderbliche Waren innerhalb der Regale verderben.

 

Berechnung des durchschnittlichen Lagerbestandes

Um die Umschlagshäufigkeit berechnen zu können, wird vorher noch eine andere Kennzahl benötigt. Der durchschnittliche Lagerbestand ist eine Kennzahl, die den Durchschnittswert der Warenmenge oder des Warenwertes angibt.

Er lässt sich durch das arithmetische Mittel aus dem Anfangsbestand und dem Endbestand errechnen. Hierbei wird der Zeitraum gewählt, für den die Lagerumschlagshäufigkeit berechnet werden soll.

 Berechnung des durchschnittlichen Lagerbestandes
© industrieblick / Fotolia.com

 

Ein Beispiel:

  • Ø Lagerbestand = (Anfangsbestand + Endbestand) : 2

Die Rechnung bleibt gleich, wenn anstelle der Warenmenge mit dem Warenwert gerechnet wird. Hier folgt eine Beispielrechnung für den Monat Mai:

  • Ø Lagerbestand für Mai = (Warenwert im Lager Anfang Mai + Warenwert im Lager Ende Mai) : 2

 

Berechnung der Lagerumschlagshäufigkeit

Für die Rechnung gibt es verschiedene Wege. Diese unterscheiden sich allerdings nicht in der Vorgehensweise. Es wird immer ein Ist-Wert mithilfe des durchschnittlichen Lagerbestandes in Relation gesetzt. Das Ergebnis ist eine Kennzahl, die verrät, wie oft der durchschnittliche Bestand in dieser Zeit das Lager durchlaufen hat:

  • Lagerumschlagshäufigkeit = Lagerabgänge : Ø Lagerbestand in Stück
  • Lagerumschlagshäufigkeit = Jahresumsatz : Ø Lagerbestand in Euro
  • Lagerumschlagshäufigkeit = Wareneinsatz : Ø Lagerbestand zu Einstandspreisen

In einer modernen Logistik wird die Umschlagshäufigkeit nicht immer für alle Waren gerechnet, sondern auch für Warengruppen oder einzelne Artikel. Anhand der Lagerumschlagshäufigkeiten lassen sich Schlüsse auf die Verkaufszahlen und damit die Beliebtheit der Waren ziehen. Die Kennzahl kann helfen, die Lagerhaltung zu optimieren, indem Artikel mit einer niedrigen Umschlagshäufigkeit aus dem Sortiment entfernt werden.

 

Umschlagshäufigkeiten gegen Rohstoffpreise und Verfügbarkeit

Die meisten Branchen zielen auf hohe Umschlagshäufigkeiten ab. Hier sind die Lagerzeiten und damit die Kapitalbindung geringer. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen die Lagerzeit nur eine nachrangige Bedeutung hat. Einige Waren zum Beispiel unterliegen starken Preisschwankungen. Hier macht es Sinn, die Regale in einer Niedrigpreisphase vollständig aufzufüllen. Das sorgt für hohe Lagerkosten, kommt dem Unternehmen aber am Ende günstiger als der Einkauf in einer teuren Periode.

Reifenregal

Ein weiterer Fall tritt meist ein, wenn Produkte für den Service bereitgehalten werden. Unabhängig davon, ob es sich um intern oder extern benötigte Komponenten handelt, müssen diese immer in ausreichender Zahl verfügbar sein. Ein Ausfall dieser Teile zieht in der Regel derart kostenintensive Folgen nach sich, sodass sich die Kosten für die langen Lagerzeiten problemlos auf den Abnehmer umlegen lassen. Hier hat ein volles Regalsystem eindeutig Vorrang vor hohen Umschlagshäufigkeiten.

 Grossfachregal

 

Kennzahlen in Verbindung mit dem Lagerumschlag

In der Lagerhaltung sind noch andere Lagerkennziffern wichtig, die indirekt mit den Lagerumschlagshäufigkeiten im Zusammenhang stehen. Diese beziehen sich allerdings überwiegend auf die Bestellmengen und die Überbrückung von Lieferzeiten. Die Berechnung dieser Zahlen ist jedoch genauso unumgänglich für eine effiziente Lagerhaltung wie das richtige Regalsystem. Die optimale Bestellmenge ergibt sich aus der Berechnung von Bestellkosten und Lagerkosten und legt fest, wie viel Lagerkapazität mindestens benötigt wird.

Der Meldebestand ist die Grenze, bei der die optimale Bestellmenge geordert wird. Der Mindestbestand hingegen ist der Warenbestand, der zu keinem Zeitpunkt unterschritten werden sollte, auch nicht während der Lieferzeit. Die Differenz zwischen Meldebestand und Mindestbestand ergibt sich aus der Menge an Waren, die während der Bestellzeit verarbeitet werden. Im Idealfall befindet sich zum Liefertermin exakt der Mindestbestand im Lager.

 

Senkung der Lagerkosten durch fachgerechte Lagerung

Die Senkung der Lagerumschlagshäufigkeit macht das Lager effizienter und günstiger. Eine Erhöhung der Umschlagskennziffer kann zum Beispiel durch eine Optimierung der Bestellmengen und Zyklen erreicht werden. Geringere Bestellmengen beispielsweise machen eine Senkung der Kapazität möglich.

Bueroregal mit Schraubsystem

Das Aussortieren von Artikeln mit besonders niedrigen Umschlagshäufigkeiten erhöht die gesamte Lagerumschlagshäufigkeit und reduziert die Lagerkosten pro Artikel. Neben der Reduzierung der Lagerzeit trägt auch der richtige Einsatz der Regale zur Senkung der Kosten bei. Ordner in Büroregale, Langgut in Kragarmregale und Paletten in Palettenregale: Für alle Waren existiert das passende Regal.

Kragarmregal gesteckt leichte Lastaufnahme

Das Ausnutzen des verfügbaren Raums schlägt sich zwar nicht direkt in der Umschlagshäufigkeit wieder, trägt aber maßgeblich zu niedrigeren Kosten bei. Ein gut organisiertes Lager mit passenden Spezialregalen kommt zusätzlich mit weniger Personal aus, weil die Arbeitsschritte in kürzerer Zeit abgearbeitet werden können.

 

Wichtige Lagerkennziffern: Lagerumschlagshäufigkeit und Lagerkosten

Die Lagerumschlagshäufigkeit stellt eine wichtige Größe dar. Generell ist es unerwünscht, dass die Artikel allzu lang im Warenlager verweilen. Ein schneller Lagerumschlag zeugt von einem ausgelasteten Lager und senkt die Kosten. Es gibt allerdings auch andere Wege, auf denen die Kosten gesenkt werden können. Dazu gehören die Optimierung der Bestellmengen und eine perfekte Nutzung des vorhandenen Platzes.

Eine der Grundregeln der Lagerhaltung ist, das richtige Regal für jeden Artikel zu benutzen. Verschenkter Raum, egal in welcher Dimension, verursacht Kosten und bringt dafür überhaupt keinen Nutzen. Besonders bei Waren, die absichtlich längere Lagerzeiten aufweisen, hilft das richtige Regalsystem dabei, auch die letzten wertvollen Zentimeter einzusparen.

Palettenregal mit vier Lagerebenen

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